Eurovision Song Contest in Lissabon

04.07.2018

Ayrton ist sehr stolz darauf, dass Lichtdesigner Jerry Appelt beim diesjährigen Eurovision Song Contest mehr als 700 Ayrton Fixtures für sein einzigartiges Design ausgewählt hat.

Appelt und auch Florian Wieder, welcher sich für das Set-Design verantwortlich zeigte, entschieden sich dafür, kein Videoelement in die Show einzubauen, sondern zu einem beleuchtungsbasierten Design zurückzukehren. Die 351 Ayrton MagicPanel-FX, die sogenannte „Wall of Death“, stellte dabei ein wichtiges kreatives Element dar, um phantasievolle Bilder mit viel Dynamik erschaffen zu können.

Mit über 2000 Geräten mit 300 Universen und 150.000 Kanälen ist der Eurovision Song Contest eine der größten Produktionen weltweit.

Bei einer solchen Vielzahl einzigartiger Performances an einem Abend, die alle einen individuellen Look erfordern, benötigte Appelt einen Mix aus Scheinwerfern, die ihm enorme kreative Möglichkeiten boten, jeden Künstler auf seine Weise in Szene zu setzen.

Es handelte sich dabei um kleine, leichte und trotzdem leistungsstarke Leuchten mit hoher optischer Effizienz und absoluter Zuverlässigkeit. Das war nicht nur für die kreative Arbeit wichtig, sondern auch in Bezug auf eine problemlose Produktion mit Parametern wie Belastung, Statik, Energieverbrauch, Lichtausbeute, Service- und Arbeitskosten uns so weiter. 

Insgesamt haben wir 112 Ghibli, 64 Mistral-TC, 351 MagicPanel-FX, 96 MiniPanel-FX, 60 NandoBeam-S6 und 30 MagicDot-SX von Ayrton eingesetzt. „Ich glaube, da muss das Vertrauen in einen Hersteller schon sehr groß sein, wenn es diese hohen Stückzahlen in eine Show schaffen“, so Ola Melzig, ESC Head of Production.

Ampco Flashlight installierte die Wand aus den MagicPanel-FX in einer perfekten Symmetrie, welche für die Architektur des Designs ausschlaggebend war. „Es konnten tolle Looks erzielt werden und den Aufnahmen wurde eine große Tiefe verliehen", sagt Appelt.

Ebenfalls in die Rückwand integriert waren 64 Ayrton Mistral-TC LED-Spots, welche durch ihren immensen Output von der Bühne durch die gesamte Arena strahlten. "Das war für mich das überraschendste und gleichzeitig überzeugendste Gerät im Setup", kommentiert Appelt seine Erfahrungen mit dem Mistral-TC. "Ich hätte nie erwartet, dass solch ein relativ kleiner, heller LED-Strahler eine so überzeugende Leistung und eine große Auswahl an Funktionen bietet. Sogar die Qualität des Lichts ist unübertroffen."

Sechsundneunzig von Ayrtons neu veröffentlichten MiniPanel-FX-Einheiten - eine miniaturisierte 2x2 Version des MagicPanel-FX - wurden in zwei Reihen um die geneigte Frontblende der Hauptbühne vor dem Publikum angebracht. "Das MiniPanel-FX hatte genau die richtige Größe und bot einen schönen Effekt", sagt van der Wel, Co-Produktionsleiter von Ampco Flashlight.

"Diese Minipanel-FX-Scheinwerfer passten sehr gut in die Bühnenform, waren in zwei Linien mit einer Railcam dazwischen angeordnet und trugen maßgeblich dazu bei, den Look und die Idee von der Rückwand zur Hauptbühne zu transportieren", ergänzt Matthias Rau, ESC Technical Manager Beleuchtung und Oberbeleuchter. "Die Vielfalt der Verwendung war besonders wichtig, um jeden Auftritt anders aussehen zu lassen: große Beams mit allen 4 Dots, Wash-Effekte oder einzelne kleine Punkte als Glitzer-Effekt. Der Zoom ist der größte Vorteil in diesem kleinen, aber leistungsstarken Gerät - kombiniert mit schnellen Bewegungen für schnelle Effekte außerhalb der Bühne – das MiniPanel-FX bot all das."

Im Zuschauerraum wurden die Balkonfronten über dem Publikum mit 112 Ayrton Ghibli ausgestattet, die für die Hauptbeleuchtung verwendet wurden. Ghibli ist Ayrtons erster LED-Spot, welcher werkseitig mit einem 4-Wege-Blendenschiebersystem ausgestattet ist. Er ist auf 7.500 K kalibriert und liefert einen stolzen Output von 23.000 Lumen mit hohen TM30 / CRI-Werten und einem fantastischen Abstrahlwinkel von 7°-56°.

"Wie alle Ayrton-Geräte hat uns auch der Ghibli überzeugt, Output, Farbtemperatur und Farbintensität machten einen wunderbaren Eindruck und bestätigten uns in unserer Wahl, sagt van der Wel. Rau stimmt ihm zu: "Ghibli sind großartige Geräte, die uns vor Ort keinerlei Probleme bereitet haben und sehr zuverlässig waren. Die DMX-Modi erwiesen sich als besonders effizient in Bezug auf die optimale Kanalnutzung."

Die 30 Ayrton MagicDot-SX umrandeten die äußeren Kanten der kreisförmigen Laufstege und wurden genutzt, um die Dynamik mit Mid-Air-Effekten zu erhöhen.

Weitere 60 Ayrton NandoBeam-S6 wurden in drei Linien für die Hintergrundbeleuchtung des Publikums im Innenraum verwendet. "Der gute Output und der große Zoombereich ermöglichten uns, den Scheinwerfer sowohl als Beam als auch als Washlight nutzen können", so Rau.

Die gesamten Ayrton Geräte wurden von Ampco Flashlight geliefert und installiert.

"Ich muss sagen, die Ayrton Geräte sind 100% zuverlässig", sagt van der Wel. "Wir mussten in der vollen fünfeinhalbwöchigen Produktion keine Ayrton-Scheinwerfer ersetzen. 

Projektleiter Marc van der Wel und Marco de Koff sowie der leitende Projektmanager Ruud Werkhoven arbeiteten mit der lokalen portugiesischen Firma Pixel Light zusammen, um alles zu realisieren. "Es war eine Freude, mit Jerrys Team zusammenzuarbeiten und seine Professionalität in einem Projekt zu erleben, das die höchsten Produktionsstandards aufweist, sagt van der Wel. "Es war eine komplexe, herausfordernde Produktion - technisch, künstlerisch und politisch - sehr aufregend für unsere Mitarbeiter. Wir hatten einen hervorragenden Service und Unterstützung von den Herstellern, einschließlich der Techniker von Ayrton. Wir haben viel gelernt und hatten auch eine Menge Spaß!"

Aus dem Portfolio der Visionstage kamen darüberhinaus noch 36 Portman P1 Retro Lamp und 12 brandneue Portman P3 PIX3L zum Einsatz.

Fotos: ©Ralph Larmann